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Oktober 2009.
By Julia Ott
Man sagt ja, dass wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt, dass man dies auch irgendwie, ja wie soll ich sagen; nenn ich es mal: kennzeichnen soll. Und ich habe mir überlegt, dass ich dies auch brauche, um einfach zu wissen, es hat was Neues begonnen. Manch einer mag mich jetzt für verrückt erklären. Aber es ist bewiesen, ich habe es zumindest mal im Fernsehen gesehen, dass wenn Menschen eine Veränderung vornehemen, dass es oft mit einem neuen Lebensabschnitt zusammen hängt. Und, Leute, das stimmt wirklich!Manche gehen zum Frisör oder stellen die Wohnung/ das Zimmer um oder machen sonst was.
Seit dem ich in Krelingen bin, habe ich auch mit einigen Dingen begonnen, die ich früher nicht gemacht habe oder selten. Eines davon ist auf dem folgenden Foto zu erkennen.
Schon lange wollte ich Haustier haben, doch leider war es mir immer vergönnt welche zu besitzen. Und jetzt darf ich auch eine halten, die einzige Ausnahme sind Fische. Aus diesem Grund habe ich mir überlegt, welche anzuschaffen.
Im Moment bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Aquarium. Heute war ich in der Zoo-Handlung und habe schon ein tolles gesehen und ich habe mir auch einige Fische angeschaut. Unter anderem habe ich so ganz kleine niedliche Wasserschildkröten gesehen. Die waren vielleicht niedlich. Und wer weiß, vielleicht landet eins von denen auch in meinem neuen Aquarium
Ich freu mich auf jeden Fall jetzt schon drauf, auch wenn ich sie noch nicht sehen kann, außer im Katalog.
By Julia Ott

Wie schnell geht es doch bei uns Menschen, dass Dinge ganz alltäglich und fast normal werden. Da tut es gut, Tage zu haben, die einem sagen: Es ist nicht normal, es ist nichts alltägliches!
Heute ist so ein Tag, es ist der Tag, an dem Anita Geburtstag hätte. Und gerade an diesem heutigen Tag denkt man an die furchtbaren Ereignisse im Sommer zurück. Und es wird einem wieder ganz neu bewusst,dass es wahr ist, dass ich ihr nicht mehr zum Geburtstag gratulieren kann, weil sie nicht mehr da ist.
Gleichzeitig denke ich aber auch auch gerne an unsere Freundschaft und unsere gemeinsame Zeit in Brake zurück, auch wenn dies nicht ohne eine Träne in den Augen geschehen kann.
Für mich war es immer wieder aufs Neue ein riesen Geschenk von Gott, dass ich sie als Freundin haben durfte. In vielerlei Hinsicht hat sie mich geprägt und herausgefordert. Unser letztes Gespräch war über Skype, als ich in Brasilien war. Ich erinnere mich noch ganz genau, dass es ihr ein riesen großes Anliegen war, dass ich durch meinen Auslandsaufenthalt positiv geprägt werde. Sie war die, die mich am meisten ermutigt hat ins Ausland zu gehen und die wie kein anderer mit gefiebert hat. Sie hat mich in dieser Hinsicht nicht nur emotional unterstützt, sondern auch im Gebet. Und ich muss sagen,dass es geklappt hat und das es bestimmt auch ein Verdienst von ihr war, dass meine Liebe fürs Ausland in diesem Sommer geweckt wurde. Ich hätte ihr so gerne dafür gedankt.
Sie hatte immer ein Auge dafür, wenn es einem mal nicht so gut ging und half dann so gut sie konnte. Ich erinnere mich an eine Situation, in der sie mich an die Hand genommen und begleitet hat, bis ich wieder alleine gehen konnte. Ohne ihre Hilfe wäre diese Phase meines Lebens nicht so verlaufen, wie sie es ist.
Aber am allermeisten hat mich immer wieder erstaunt, was für eine Liebe sie für Jesus hatte. In dieser Hinsicht war, und wird sie es auch immer bleiben, ein großes Vorbild für mich. Sie hat es geschafft meinen Blick, weg von meinen Sorgen und Ängsten, hin auf Jesus zu wenden. Wie oft ich diesen Satz von ihr hörte: “Schau auf Jesus!”
Anita, danke für deine Freundschaft und deine Begleitung auf dem kleinen Stück meines Lebensweges. Ich werde dich immer in guter Erinnerung behalten. Ich vermisse dich sehr und wünschte, ich könnte die Zeit zurück drehen und alles ungeschehen machen.
Ich freue mich, dich eines Tages im Himmel wieder zu sehen. Zu wissen, dass du nun bei unserem himmlischen Vater bist, ist ein großes Trost, doch der Schmerz des Verlustes bleibt. Und gerade heute wird einem bewusst,dass ein wichtiger Teil im Leben nun fehlt.
By Julia Ott


Während meiner Zeit auf der Bibelschule habe ich zwei ganz ganz wundervolle Freunde gewonnen. Gerade im letzten Jahr der Bibelschule, und vor allem nach dem Verlust zwei lieber Freunde im Sommer, sind mir Beziehungen, und gerade diese zwei Freundinnen, sehr sehr wichtig geworden.
In diesem Sommer hat Gott unsere Freundschaft auf ganz wunderbare Art vertieft und reifen lassen. Manchmal frage ich mich, ob im Leben immer schreckliche Dinge passieren müssen, bis wir begreifen, was das eigentlich wichtige im Leben ist. Es ist doch viel wichtiger in Menschen zu investieren als in die vielen Geschäftigkeiten, die uns im Alltag gefangen nehmen und uns die Zeit rauben für den Nächsten.
Anita und Rita haben es mir vorgelebt. Für sie war der Mensch, der ihnen gegenüber stand der wichtigste in diesem Moment. Das habe ich auch in Brasilien so geliebt, dass der Mensch was zählt und das die Arbeit hinter Menschen gestellt wird. Wie oft war es bei mir im Leben anders und ist es bei vielen auch heute noch so.
Die Freundschaft, die Gott zwischen uns dreien geschaffen hat ist herrlich und prächtig.
Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der bei mir bleibt, der auf mich wartet, wenn ich fortgehe und der da ist, wenn ich wieder komme,
Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der Zeit für mich hat und gerade dann, wenn ich es am allermeisten brauche.
Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der unabgelenkt zuhört und der Vertrauen zu mir hat.
Herrlich und prächtig ist es eine Freundschaft zu haben, die auch durch mein Versagen nicht zu Bruch geht. Eine Freundschaft, in der ich sein kann, wer ich bin.
Herrlich und prächtig ist es eine Freundschaft zu haben, die nicht an Bedingungen geknüpft ist. Die wahrhaftig ist und mich nicht täuscht.
Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der offen und zur rechten Zeit auch über Fehler und Schwächen spricht. Und dabei ist er behutsam, hilfreich und bereit zu vergeben.
Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der mir beisteht, wenn ich den Weg nicht mehr weiß und verzweifelt bin. Der mir Hoffnung zu spricht, wenn ich keine Hoffnung mehr habe.
Herrlich und prächtig ist es eine Freundschaft zu haben, in der wir uns gegenseitig tragen, ermutigen, aufbauen und ermahnen.
Doch am herrlichsten und prächtigsten ist es einen Freund zu haben, der den gleichen Vater im Himmel hat und mit dem man miteinander und füreinander beten kann. Selbst die Distanz kann einen davon nicht abbringen.
Herrlich und prächtig ist es, dass ich unter vielen Menschen solche Freunde gefunden haben. Danke, Gott im Himmel, für dieses wunderbare Geschenk der Freundschaft.
By Julia Ott
Man oh man, hier läuft ja gar nichts mehr auf der Seite, dass muss ich schleunigst ändern und das nicht nur, weil andere es mir sagen
Also, was war so los in den letzten Wochen bei mir? Es hat sich sehr vieles getan. Am Sonntag war Absolvierungsfeier in Brake und damit war dann auch meine Ausbildung dort abgeschlossen. Drei wunderbare Jahre gehen damit zu Ende. Ich denke noch ganz oft und viel daran und werde es als eine sehr kostbare und wertvolle Zeit in Erinnerung behalten, in der ich viel gelernt habe. Ich vermisse es sehr,vor allem die vielen tollen Menschen und die vielen tollen Freunde, die ich dort gewonnen habe.
Nach diesen Feierlichkeiten und dem vielen Abschiednehmen bin ich nach Wolfsburg gefahren. Montag war erst einmal Pyjama-tag, ich habe den ganzen Tag nichts gemacht. Ausruhen muss auch mal sein, denn am Dienstag ging es schon wieder weiter. Denn nun mussten die Kisten aus Brake ausgepackt und neue Kisten gepackt werden. Manch eine Kiste habe ich einfach so,wie ich es in Brake hatte mitgenommen. Hatte einfach keine Lust alles und jeden Pups umzuräumen.
Ja, und am Mittwoch bin ich dann aufgebrochen Richtung krelingen, wo ich nun seit drei Tagen bin. Mir geht es hier ganz gut und ich fühle mich genau an dem Ort, wo Gott mich für das nächste Jahr haben möchte. Ich habe hier ein eigenes Zimmer, mit Gästesofa (also ne, herzliche Einladung). Und wisst ihr was das tolle ist, es ist größer als das in Brake und ich habe es für mich alleine, auch wenn ich es manchmal schon komisch finde abends alleine ins Bett zu gehen und morgens alleine aufzuwachen. Aber darüber komme ich auch noch hinweg
Und ich habe ein eigenes Bad, dass heißt, ich kann meine Sachen einfach stehen lassen und es nervt keinen, es ist immer frei, hihi… Bei meiner Anreise habe ich mir große Sorgen gemacht, ob die Wandfarbe denn auch zu meiner Dekofarbe passt, denn ich habe mich bei meiner Deko nur auf eine Farbe beschränkt. Aber, als ich ankam und alles so auspackte, merkte ich schnell das die so beschlichen Tapetten wunderbar mit meiner rosa Deko harmonieren…wow, war ich begeistert
Auf jeden Fall bin ich nun hier und will mich hier von Gott gebrauchen lassen. Die Aufgaben, die ich hier bekommen habe gefallen mir auch ganz gut und werden mir denke ich Spass machen. Aber vor allem darf ich das, was ich drei Jahre theoretisch gelernt habe, nun praktisch anwenden und das finde ich toll.
Ich habe heute morgen einen ermtigenden Vers gelesen, den ich euch auch gerne mitteilen möchte. Den habe ich in Verbindung mit dem Buch “Gott erfahren” gelesen, denn ein großes Ziel dieses Jahres, für mich, ist auch, dass ich erfahren möchte was Gott mit mir nach dem Jahr vorhat.
Der Vers ist auf jeden Fall folgender:
“Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.” Johannnes 15,5
Mich hat dieser Vers ermutigt, weil er mir sagt, dass eine meiner größten Aufgaben ist, in Jesus zu bleiben. Täglich in der Gemeinschaft mit ihm zu leben und dann wird er mir alles andere, alles nötige offenbaren. Das ist doch toll, oder? Ich finde es erstaunlich. Und das wünsche ich vor allem meinen Klassenkameraden, die sich gerade an verschiedenen Orten befinden, bleibt in Jesus und dann werden wir viel Frucht bringen. Seine Freude soll auch jetzt nach Brake immer noch unser Ziel sein.