Okt

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Herrlich! Was Gott tut, das ist herrlich und prächtig. (Psalm 111,3)

Von: Julia Ott

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Während meiner Zeit auf der Bibelschule habe ich zwei ganz ganz wundervolle Freunde gewonnen. Gerade im letzten Jahr der Bibelschule, und vor allem nach dem Verlust zwei lieber Freunde im Sommer, sind mir Beziehungen, und gerade diese zwei Freundinnen, sehr sehr wichtig geworden.

In diesem Sommer hat Gott unsere Freundschaft auf ganz wunderbare Art vertieft und reifen lassen. Manchmal frage ich mich, ob im Leben immer schreckliche Dinge passieren müssen, bis wir begreifen, was das eigentlich wichtige im Leben ist. Es ist doch viel wichtiger in Menschen zu investieren als in die vielen Geschäftigkeiten, die uns im Alltag gefangen nehmen und uns die Zeit rauben für den Nächsten.

Anita und Rita haben es mir vorgelebt. Für sie war der Mensch, der ihnen gegenüber stand der wichtigste in diesem Moment. Das habe ich auch in Brasilien so geliebt, dass der Mensch was zählt und das die Arbeit hinter Menschen gestellt wird. Wie oft war es bei mir im Leben anders und ist es bei vielen auch heute noch so.

Die Freundschaft, die Gott zwischen uns dreien geschaffen hat ist herrlich und prächtig.

Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der bei mir bleibt, der auf mich wartet, wenn ich fortgehe und der da ist, wenn ich wieder komme,

Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der Zeit für mich hat und gerade dann, wenn ich es am allermeisten brauche.

Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der unabgelenkt zuhört und der Vertrauen zu mir hat.

Herrlich und prächtig ist es eine Freundschaft zu haben, die auch durch mein Versagen nicht zu Bruch geht. Eine Freundschaft, in der ich sein kann, wer ich bin.

Herrlich und prächtig ist es eine Freundschaft zu haben, die nicht an Bedingungen geknüpft ist. Die wahrhaftig ist und mich nicht täuscht.

Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der offen und zur rechten Zeit auch über Fehler und Schwächen spricht. Und dabei ist er behutsam, hilfreich und bereit zu vergeben.

Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der mir beisteht, wenn ich den Weg nicht mehr weiß und verzweifelt bin. Der mir Hoffnung zu spricht, wenn ich keine Hoffnung mehr habe.

Herrlich und prächtig ist es eine Freundschaft zu haben, in der wir uns gegenseitig tragen, ermutigen, aufbauen und ermahnen.

Doch am herrlichsten und prächtigsten ist es einen Freund zu haben, der den gleichen Vater im Himmel hat und mit dem man miteinander und füreinander beten kann. Selbst die Distanz kann einen davon nicht abbringen.

Herrlich und prächtig ist es, dass ich unter vielen Menschen solche Freunde gefunden haben. Danke, Gott im Himmel, für dieses wunderbare Geschenk der Freundschaft.

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