In Gedenken an Anita
Wie schnell geht es doch bei uns Menschen, dass Dinge ganz alltäglich und fast normal werden. Da tut es gut, Tage zu haben, die einem sagen: Es ist nicht normal, es ist nichts alltägliches!
Heute ist so ein Tag, es ist der Tag, an dem Anita Geburtstag hätte. Und gerade an diesem heutigen Tag denkt man an die furchtbaren Ereignisse im Sommer zurück. Und es wird einem wieder ganz neu bewusst,dass es wahr ist, dass ich ihr nicht mehr zum Geburtstag gratulieren kann, weil sie nicht mehr da ist.
Gleichzeitig denke ich aber auch auch gerne an unsere Freundschaft und unsere gemeinsame Zeit in Brake zurück, auch wenn dies nicht ohne eine Träne in den Augen geschehen kann.
Für mich war es immer wieder aufs Neue ein riesen Geschenk von Gott, dass ich sie als Freundin haben durfte. In vielerlei Hinsicht hat sie mich geprägt und herausgefordert. Unser letztes Gespräch war über Skype, als ich in Brasilien war. Ich erinnere mich noch ganz genau, dass es ihr ein riesen großes Anliegen war, dass ich durch meinen Auslandsaufenthalt positiv geprägt werde. Sie war die, die mich am meisten ermutigt hat ins Ausland zu gehen und die wie kein anderer mit gefiebert hat. Sie hat mich in dieser Hinsicht nicht nur emotional unterstützt, sondern auch im Gebet. Und ich muss sagen,dass es geklappt hat und das es bestimmt auch ein Verdienst von ihr war, dass meine Liebe fürs Ausland in diesem Sommer geweckt wurde. Ich hätte ihr so gerne dafür gedankt.
Sie hatte immer ein Auge dafür, wenn es einem mal nicht so gut ging und half dann so gut sie konnte. Ich erinnere mich an eine Situation, in der sie mich an die Hand genommen und begleitet hat, bis ich wieder alleine gehen konnte. Ohne ihre Hilfe wäre diese Phase meines Lebens nicht so verlaufen, wie sie es ist.![]()
Aber am allermeisten hat mich immer wieder erstaunt, was für eine Liebe sie für Jesus hatte. In dieser Hinsicht war, und wird sie es auch immer bleiben, ein großes Vorbild für mich. Sie hat es geschafft meinen Blick, weg von meinen Sorgen und Ängsten, hin auf Jesus zu wenden. Wie oft ich diesen Satz von ihr hörte: “Schau auf Jesus!”
Anita, danke für deine Freundschaft und deine Begleitung auf dem kleinen Stück meines Lebensweges. Ich werde dich immer in guter Erinnerung behalten. Ich vermisse dich sehr und wünschte, ich könnte die Zeit zurück drehen und alles ungeschehen machen.
Ich freue mich, dich eines Tages im Himmel wieder zu sehen. Zu wissen, dass du nun bei unserem himmlischen Vater bist, ist ein großes Trost, doch der Schmerz des Verlustes bleibt. Und gerade heute wird einem bewusst,dass ein wichtiger Teil im Leben nun fehlt.
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