…Woche Nummer drei…
Die Zeit vergeht so schnell. Kaum habe ich euch von einer Woche erzählt, kommt auch schon die nächste.
Aber dieses Mal möchte ich euch nur von einer Sache erzählen, die mir in der letzten Woche besonders ans Herz gegangen ist.
Und die ziemlich zum Nachdenken gebracht hat.
In der letzten Woche gab es immer wieder Ereignisse, die mich fast oder zum Weinen gebracht haben.
Zum einen war da die Mutter mit ihrem kleinen Sohn, die zur Obachlosenspeisung gekommen sind. Und zum anderen waren es dieses
Mal auch so viele Menschen, fast 200 Obdachlose kamen zur Speisung. Ich habe dieses Mal geholfen die Kleidung an die
einzelnen zu verteilen. Das war ganz witzig, denn nicht immer wusste ich, was sie wollten und so wurde das zu einem kleinen
Ratespiel
Zum Ende hin gingen uns die langen Hosen und warmen Pullis aus, so dass wir den letzten Kurze Sachen geben
mussten, die nicht für den Winter geeignet sind. Das tat mir so leid, denn es wird hier in der Nacht manches Mal bis zu
NUll Grad. Einige erzählten sogar, dass sie im Stehen schlafen, da es auf dem Boden zu kalt ist.
Aber das absolut prägendste Eriegnis für mich war der Straßeneinsatz am Freitagabend. Eine Gemeinde ist gekommen und wir
haben sie bei dem Einsatz unterstützt. Es wurden Hot Dogs, Heiße Schokolade und ein süßes Getränk vorbereitet. Dann ging es
auf die Straße. Diese Sachen haben wir dann an die Obdachlosen verteilt und ihnen auch ein kleines Büchlein mit gegeben.
Wir gingen also los, noch bevor wir wirklich da waren, wo wir hin wollten, hatten wir schon ziemlich viele Sachen zu essen
verteilt. Doch dann waren wir in der Straße, wo die eigentliche Aktion laufen sollte.
Ihr könnt euch dieses Bild nicht vorstellen, es ist einfach schrecklich. Ich musste so mit meinen Tränen kämpfen. Auch jetzt
noch habe ich dieses Bild im Kopf. Es hat irgendwie auch meine Einstellung vielem gegenüber verändert.
Wir kamen also an dieser Straße an, die nicht klein war und von der es viele in Sao Paulo gibt.
Eine Mutter mit einem ganz kleinen Baby kam auf uns zu um für sich und das Kind was zu essen zu bekommen. Kinder sitzen
zwischen de Erwachsenen. Sie sind noch so jung und doch schon so erwachsen. Auf beiden Straßenseiten saßen die Menschen dicht
nebeneinander und saßen einfach nur da. Nicht einmal die Hälfte konnten wir mit Essen versorgen.
Ihr hättet die Augen sehen müssen als sie auf uns zu kamen und nach Essen fragten und wir sagen mussten, dass wir nichts mehr
haben. Wir haben so viel vorbereitet und es hat trotzdem nicht gereicht allen etwas zu geben.
Auf dem Weg zurück konnte ich dieses Bild einfach nicht los werden. Zu Sehen in welchen Verhältnissen die Menschen leben,
welches Elend sie Tag für Tag umgibt. Und dann zu sehen, wie ich lebe und wie gut es mir geht.
Manches Mal stellt sich mir die Frage, wie ich mein Leben einfach so weiter leben kann, wo es doch so viel Leid auf dieser
Welt gibt.
Und dann zu sehen, wie Leute aus diesem Dreck raus kommen und ein neues Leben beginnen. Welch eine Dankbarkeit sie haben,
weil Jesus sie gerettet hat. Sie freuen sich und zeigen diese Freude auch. Und wenn ich das so sehe, dann schaue ich mein
Leben an und frage mich, ob ich genauso dankbar bin. Warum zeigen wir unsere Freude über die Errettung nicht viel mehr. Wenn
wir hier singen, dann klatscht man und tanzt. Es herrscht so eine Freude,die man ihnen abspüren kann. Ich wünsche mir das
auch und das will ich von ihnen lernen, dass ich begeisterter dafür bin, was Jesus am Kreuz für mich getan hat.
Das war so, dass was für mich total prägend war. Klar gibt es noch viele andere Sachen, aber ich will euch nicht immer
überstrapazieren. Darum diesmal etwas kürzer
Vielleicht noch einige Dinge in Kürze, die schön waren in der letzten Woche. Ich war am Samstag mit auf einer brasilianischen
Hochzeit. War interessant zu sehen, aber ich glaube mir gefallen die deutschen etwas besser ![]()
Die Hochzeit ging erst abends um sieben uhr los. Zuerst in der Kirche, dort wird standesamtlicher und kirchlicher Teil
gemeinsam abgehnadelt. Das war toll, denn das finde ich auch besser so. Und danach geht es dann los zum Fest. DIe
Hochzeitstorte ist nur aus Plastik und nur fürs Foto wichtig
Zum esen gibt es eine andere, die aber auch gut war.
Ansonsten werden dort einfach nur Fotos gemacht und viel getanzt. Das war auch schön und hat Spass gemacht. Wir waren mit
dem ganzen Haus da und hatten echt viel Spass.
Und am Sonntag war dann hier ein Fest. Der 15. Geburtstag der Tochter des Ehemaligen Leiters des Hauses hier.
Der 15. Geburtstag wird hier immer ganz groß gefeiert. Warum weiss ich nicht. Auf jeden Fall habe ich dann so ein typisch
brasilianisches Grillfest mit bekommen und das war richtig cool. Es gab so viel zu essen und total viel Fleisch,dass so
lecker war.
Und jetzt noch was für die Frauen
Ich habe mir zwei Abendkleider gekauft und das Beste daran ist, dass eins nicht mal
20 Euro gekostet hat
Das war total ungeplant, aber als ich die im Geschäft sah und den Preis erfahren habe, dann musste
ich anprobieren und die haben auf Anhieb gepasst. Super, oder? Ich habe mich voll gefreut. Also, wer auch immer demnächst
heiraten will, der daf ruhig, denn ich habe jetzt was zum Anziehen
So, dass wars jetzt aber wirklich. Mir bleibt nur noch zu sagen, dass es mir hier sehr sehr gut geht und ich mich manchmal
ärger, dass ich nur für drei Monate hier bin.
Danke auch weiterhin für dein Gebet.
- unser Haus
- das musste sein :-)
- Die Strasse, wo ich wohne und der Bus mit dem wir unterwegs sind







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