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By Julia Ott
Endlich mal wieder eine Veränderung auf meinem Blog. Das wurde aber auch Zeit!
Der Winter hat uns alle wohl voll im Griff und ich muss sagen, dass ich es genieße und es ganz wunderschön finde, wenn ich aus dem Fenster schaue. Auch wenn es nicht ganz ungefährlich ist und man vor allem beim Autofahren leicht ins Rutschen kommen kann. Dankbar kann ich sagen, dass Gott mich bewahrt hat, auch wenn es manches Mal schon bei mir der Fall war.
Letze Woche habe ich einen Spaziergang gemacht und sehr schöne Fotos gemacht um die herrliche Landschaft ein klein wenig fest zu halten. Wenn man so auf dem Land wohnt, dann erscheint der Winter einem sogar fast noch schöner. So, zumindest mein Empfinden, nach dem ich beides schon erleben durfte, Stadt und Land. Naja, genug..hier die Bilder



Auch wenn ich mich auch schon auf den Sommer freue, von mir aus, kann es noch ein paar Tage so bleiben. Ich finde es schön. Es lohnt sich raus zu gehen und diese Pracht zu genießen. Also, ich will euch dazu ermutigen. Zieht euch warm an und raus in den Schnee.

Und jetzt noch was an die Mädels und Lena, die dachte der Engel sei bei mir nicht gut aufgehoben. Er hat einen Ehrenplatz auf meinem Regal erhalten
By Julia Ott
keine Sorge, nicht bei mir, zumindest nicht direkt, sondern eine meiner Fischdamen. Meine Erlebnisse mit meinem Aquarium werden immer spannender. Aber am besten ich erzähle von vorne,
Am Montag habe ich mir fest vorgenommen, mein Aquarium sauber zu machen, geplant getan, nahm ich die Geräte zur Hand und los gehts. Nachdem ich fertig war, betrachtete ich das saubere Aquarium und wie die Fische damit zurecht kommen. Eine Fischdame machte mir dabei Sorgen und ich hatte Angst, es bei der Putzaktion verletzt zu haben. Ganz müde und fast leblos lag sie in einer Ecke rum, als später noch einmal einen Blick auf sie werfen wollte, war sie leider weg und hatte sich irgendwo versteckt. Auch die anderen Fischis waren total aufgeregt und ich als kompletter Neuling hatte keine Ahnung was los war und machte mir schon so ein wenig Sorgen.
Am nächsten Morgen warf ich nach dem Aufstehen sofort einen Blick ins Aquarium, natürlich in der Hoffnung die angespannte Situation vom Vorabend hatte sich beruhigt. Ich traute meinen Augen kaum, als ich einen ganz ganz kleinen mini winzigen Fisch entdeckte. Meine Freude war einfach riesig und irgendwie kam auch so ne Art Muttergefühl in mir hoch…lol

Doch, was nun? Ab in die Zoohandlung um so einen Kasten zu kaufen, den man ins Aquarium setzen kann, damit die anderen größeren Fischis das neue Lebewesen nicht auffressen. Und auch das konnte ich ganz schnell tun, da ich von der Arbeit aus was in der Nähe der Zoohandlung zu erledigen hatte. Nun ist der Kleine in Sicherheit, ich habe ihm schon einen Namen gegeben und zwar heißt er Gregor. Ob er wirklich männlich ist, weiß ich nicht…hihi… Und so sieht dieser Kasten aus, den man dann ins Aquarium einfach rein hängt. Natürlich kann man den Baby-Fisch jetzt nicht sehen, den sieht ja mit bloßem Auge nicht sofort. Darum kann ich noch keine ersten Babyfotos veröffentlichen…
Auf dem Foto sind auch ein paar andere Fischis drauf, der ganz kleine ganz links, der weiter unten schwimmt, heißt Peter
Vielleicht zeige ich euch noch ein Bild von der Mutter. Ich vermute es zumindest, dass sie die Mama ist. Aber so sicher bin ich mir nicht. Das weiß ich erst ganz sicher, wenn es größer ist und ich Farbe und Form erkennen kann. Dann weiß ich, wer die Eltern sind. Oh man, ist das spannend.
Ja, das ist mein Sorgen-Fisch im Moment, sie heißt Laura. Ich vermute,dass wenn sie die Mama ist, dass noch ein paar Fischchen kommen werden.
Ja, jetzt bin ich Pflegemutti und muss mich um dieses neue Lebewesen kümmern. Es ist so niedlich und immer wenn ich Zeit habe, sitze ich davor und bestaune diesen winzigen Mini-Fisch
Und nun noch ein paar Bilder von meinen anderen Mitbewohnern, zumindest die, die ich erwischen konnte. Sie sind etwas kamerascheu..hihi…
Also, das ist Nemo. Der erinnert mich ein wenig an den Nemo aus dem Film, darum habe ich ihn so genannt. Der geht voll ab, manchmal schwimmt er so schnell, das ist der Hammer und voll lustig..Leider ist er alleine, ich bin noch auf der Suche nach einer Freundin für ihn.

Und so sieht die andere Seite des Aquariums aus. Ich habe das vor kurzem alles ganz neu gemacht, damit meine Fischis es ganz toll haben.
Ach ja, ich liebe meine Fischis und will sie gar nicht mehr her geben, für kein Geld der Welt.
By Julia Ott
Man sagt ja, dass wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt, dass man dies auch irgendwie, ja wie soll ich sagen; nenn ich es mal: kennzeichnen soll. Und ich habe mir überlegt, dass ich dies auch brauche, um einfach zu wissen, es hat was Neues begonnen. Manch einer mag mich jetzt für verrückt erklären. Aber es ist bewiesen, ich habe es zumindest mal im Fernsehen gesehen, dass wenn Menschen eine Veränderung vornehemen, dass es oft mit einem neuen Lebensabschnitt zusammen hängt. Und, Leute, das stimmt wirklich!Manche gehen zum Frisör oder stellen die Wohnung/ das Zimmer um oder machen sonst was.
Seit dem ich in Krelingen bin, habe ich auch mit einigen Dingen begonnen, die ich früher nicht gemacht habe oder selten. Eines davon ist auf dem folgenden Foto zu erkennen.
Schon lange wollte ich Haustier haben, doch leider war es mir immer vergönnt welche zu besitzen. Und jetzt darf ich auch eine halten, die einzige Ausnahme sind Fische. Aus diesem Grund habe ich mir überlegt, welche anzuschaffen.
Im Moment bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Aquarium. Heute war ich in der Zoo-Handlung und habe schon ein tolles gesehen und ich habe mir auch einige Fische angeschaut. Unter anderem habe ich so ganz kleine niedliche Wasserschildkröten gesehen. Die waren vielleicht niedlich. Und wer weiß, vielleicht landet eins von denen auch in meinem neuen Aquarium
Ich freu mich auf jeden Fall jetzt schon drauf, auch wenn ich sie noch nicht sehen kann, außer im Katalog.
By Julia Ott

Wie schnell geht es doch bei uns Menschen, dass Dinge ganz alltäglich und fast normal werden. Da tut es gut, Tage zu haben, die einem sagen: Es ist nicht normal, es ist nichts alltägliches!
Heute ist so ein Tag, es ist der Tag, an dem Anita Geburtstag hätte. Und gerade an diesem heutigen Tag denkt man an die furchtbaren Ereignisse im Sommer zurück. Und es wird einem wieder ganz neu bewusst,dass es wahr ist, dass ich ihr nicht mehr zum Geburtstag gratulieren kann, weil sie nicht mehr da ist.
Gleichzeitig denke ich aber auch auch gerne an unsere Freundschaft und unsere gemeinsame Zeit in Brake zurück, auch wenn dies nicht ohne eine Träne in den Augen geschehen kann.
Für mich war es immer wieder aufs Neue ein riesen Geschenk von Gott, dass ich sie als Freundin haben durfte. In vielerlei Hinsicht hat sie mich geprägt und herausgefordert. Unser letztes Gespräch war über Skype, als ich in Brasilien war. Ich erinnere mich noch ganz genau, dass es ihr ein riesen großes Anliegen war, dass ich durch meinen Auslandsaufenthalt positiv geprägt werde. Sie war die, die mich am meisten ermutigt hat ins Ausland zu gehen und die wie kein anderer mit gefiebert hat. Sie hat mich in dieser Hinsicht nicht nur emotional unterstützt, sondern auch im Gebet. Und ich muss sagen,dass es geklappt hat und das es bestimmt auch ein Verdienst von ihr war, dass meine Liebe fürs Ausland in diesem Sommer geweckt wurde. Ich hätte ihr so gerne dafür gedankt.
Sie hatte immer ein Auge dafür, wenn es einem mal nicht so gut ging und half dann so gut sie konnte. Ich erinnere mich an eine Situation, in der sie mich an die Hand genommen und begleitet hat, bis ich wieder alleine gehen konnte. Ohne ihre Hilfe wäre diese Phase meines Lebens nicht so verlaufen, wie sie es ist.
Aber am allermeisten hat mich immer wieder erstaunt, was für eine Liebe sie für Jesus hatte. In dieser Hinsicht war, und wird sie es auch immer bleiben, ein großes Vorbild für mich. Sie hat es geschafft meinen Blick, weg von meinen Sorgen und Ängsten, hin auf Jesus zu wenden. Wie oft ich diesen Satz von ihr hörte: “Schau auf Jesus!”
Anita, danke für deine Freundschaft und deine Begleitung auf dem kleinen Stück meines Lebensweges. Ich werde dich immer in guter Erinnerung behalten. Ich vermisse dich sehr und wünschte, ich könnte die Zeit zurück drehen und alles ungeschehen machen.
Ich freue mich, dich eines Tages im Himmel wieder zu sehen. Zu wissen, dass du nun bei unserem himmlischen Vater bist, ist ein großes Trost, doch der Schmerz des Verlustes bleibt. Und gerade heute wird einem bewusst,dass ein wichtiger Teil im Leben nun fehlt.
By Julia Ott


Während meiner Zeit auf der Bibelschule habe ich zwei ganz ganz wundervolle Freunde gewonnen. Gerade im letzten Jahr der Bibelschule, und vor allem nach dem Verlust zwei lieber Freunde im Sommer, sind mir Beziehungen, und gerade diese zwei Freundinnen, sehr sehr wichtig geworden.
In diesem Sommer hat Gott unsere Freundschaft auf ganz wunderbare Art vertieft und reifen lassen. Manchmal frage ich mich, ob im Leben immer schreckliche Dinge passieren müssen, bis wir begreifen, was das eigentlich wichtige im Leben ist. Es ist doch viel wichtiger in Menschen zu investieren als in die vielen Geschäftigkeiten, die uns im Alltag gefangen nehmen und uns die Zeit rauben für den Nächsten.
Anita und Rita haben es mir vorgelebt. Für sie war der Mensch, der ihnen gegenüber stand der wichtigste in diesem Moment. Das habe ich auch in Brasilien so geliebt, dass der Mensch was zählt und das die Arbeit hinter Menschen gestellt wird. Wie oft war es bei mir im Leben anders und ist es bei vielen auch heute noch so.
Die Freundschaft, die Gott zwischen uns dreien geschaffen hat ist herrlich und prächtig.
Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der bei mir bleibt, der auf mich wartet, wenn ich fortgehe und der da ist, wenn ich wieder komme,
Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der Zeit für mich hat und gerade dann, wenn ich es am allermeisten brauche.
Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der unabgelenkt zuhört und der Vertrauen zu mir hat.
Herrlich und prächtig ist es eine Freundschaft zu haben, die auch durch mein Versagen nicht zu Bruch geht. Eine Freundschaft, in der ich sein kann, wer ich bin.
Herrlich und prächtig ist es eine Freundschaft zu haben, die nicht an Bedingungen geknüpft ist. Die wahrhaftig ist und mich nicht täuscht.
Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der offen und zur rechten Zeit auch über Fehler und Schwächen spricht. Und dabei ist er behutsam, hilfreich und bereit zu vergeben.
Herrlich und prächtig ist es einen Freund zu haben, der mir beisteht, wenn ich den Weg nicht mehr weiß und verzweifelt bin. Der mir Hoffnung zu spricht, wenn ich keine Hoffnung mehr habe.
Herrlich und prächtig ist es eine Freundschaft zu haben, in der wir uns gegenseitig tragen, ermutigen, aufbauen und ermahnen.
Doch am herrlichsten und prächtigsten ist es einen Freund zu haben, der den gleichen Vater im Himmel hat und mit dem man miteinander und füreinander beten kann. Selbst die Distanz kann einen davon nicht abbringen.
Herrlich und prächtig ist es, dass ich unter vielen Menschen solche Freunde gefunden haben. Danke, Gott im Himmel, für dieses wunderbare Geschenk der Freundschaft.
By Julia Ott
Man oh man, hier läuft ja gar nichts mehr auf der Seite, dass muss ich schleunigst ändern und das nicht nur, weil andere es mir sagen
Also, was war so los in den letzten Wochen bei mir? Es hat sich sehr vieles getan. Am Sonntag war Absolvierungsfeier in Brake und damit war dann auch meine Ausbildung dort abgeschlossen. Drei wunderbare Jahre gehen damit zu Ende. Ich denke noch ganz oft und viel daran und werde es als eine sehr kostbare und wertvolle Zeit in Erinnerung behalten, in der ich viel gelernt habe. Ich vermisse es sehr,vor allem die vielen tollen Menschen und die vielen tollen Freunde, die ich dort gewonnen habe.
Nach diesen Feierlichkeiten und dem vielen Abschiednehmen bin ich nach Wolfsburg gefahren. Montag war erst einmal Pyjama-tag, ich habe den ganzen Tag nichts gemacht. Ausruhen muss auch mal sein, denn am Dienstag ging es schon wieder weiter. Denn nun mussten die Kisten aus Brake ausgepackt und neue Kisten gepackt werden. Manch eine Kiste habe ich einfach so,wie ich es in Brake hatte mitgenommen. Hatte einfach keine Lust alles und jeden Pups umzuräumen.
Ja, und am Mittwoch bin ich dann aufgebrochen Richtung krelingen, wo ich nun seit drei Tagen bin. Mir geht es hier ganz gut und ich fühle mich genau an dem Ort, wo Gott mich für das nächste Jahr haben möchte. Ich habe hier ein eigenes Zimmer, mit Gästesofa (also ne, herzliche Einladung). Und wisst ihr was das tolle ist, es ist größer als das in Brake und ich habe es für mich alleine, auch wenn ich es manchmal schon komisch finde abends alleine ins Bett zu gehen und morgens alleine aufzuwachen. Aber darüber komme ich auch noch hinweg
Und ich habe ein eigenes Bad, dass heißt, ich kann meine Sachen einfach stehen lassen und es nervt keinen, es ist immer frei, hihi… Bei meiner Anreise habe ich mir große Sorgen gemacht, ob die Wandfarbe denn auch zu meiner Dekofarbe passt, denn ich habe mich bei meiner Deko nur auf eine Farbe beschränkt. Aber, als ich ankam und alles so auspackte, merkte ich schnell das die so beschlichen Tapetten wunderbar mit meiner rosa Deko harmonieren…wow, war ich begeistert
Auf jeden Fall bin ich nun hier und will mich hier von Gott gebrauchen lassen. Die Aufgaben, die ich hier bekommen habe gefallen mir auch ganz gut und werden mir denke ich Spass machen. Aber vor allem darf ich das, was ich drei Jahre theoretisch gelernt habe, nun praktisch anwenden und das finde ich toll.
Ich habe heute morgen einen ermtigenden Vers gelesen, den ich euch auch gerne mitteilen möchte. Den habe ich in Verbindung mit dem Buch “Gott erfahren” gelesen, denn ein großes Ziel dieses Jahres, für mich, ist auch, dass ich erfahren möchte was Gott mit mir nach dem Jahr vorhat.
Der Vers ist auf jeden Fall folgender:
“Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.” Johannnes 15,5
Mich hat dieser Vers ermutigt, weil er mir sagt, dass eine meiner größten Aufgaben ist, in Jesus zu bleiben. Täglich in der Gemeinschaft mit ihm zu leben und dann wird er mir alles andere, alles nötige offenbaren. Das ist doch toll, oder? Ich finde es erstaunlich. Und das wünsche ich vor allem meinen Klassenkameraden, die sich gerade an verschiedenen Orten befinden, bleibt in Jesus und dann werden wir viel Frucht bringen. Seine Freude soll auch jetzt nach Brake immer noch unser Ziel sein.
By Julia Ott
Ich habe schon zwei Examen hinter mir und, Gott sei dank, beide bestanden. Danke für jeden einzelnen, der dafür gebetet hat.
Aber bete bitte weiter, denn zwei Examen liegen noch vor mir und ich merke, dass ich müde bin und keine Motivation mehr habe. Ich lerne schon nach brasilianischer Art, ich meine deren Art zu Arbeiten: 10 Minuten arbeiten und doppelt so lange Pause machen
Sorry, dass ich so selten schreibe. Ich habe auch schon Ärger von manchen bekommen. Ich werde mich bessern, wenn sich die gesamte Situation beruhigt hat.
By Julia Ott
Oi, Bom dia,
nach dem ich nun schon einige Male darauf aufmerksam gemacht worden bin, dass mein Blog nicht
mehr aktuell ist, mach ich mich doch mal an die Arbeit. Ich wollte es schon länger machen, aber
das ging zeitlich einfach nicht. Die ersten zwei Wochen war ich nicht zu erreichen, weil ich
auf dem Land war und da gab es kein Internet. Sogar das Telefon ging einige Tage nicht. Aber
so ist das hier in Brasilien, man nimmt die Tage und alles eben so wie es kommt. Die sind da
einfach etwas lockerer als wir Deutschen – aber ich liebe es 
Und dann ist es hier in der Stadt ganz schön stressig und es bleibt am Tag nicht viel Zeit
für einen selbst. Aber nun nehme ich mir die Zeit einmal. Nur für euch
Aber zu erst möchte ich einen Dank an liebe Freunde aus Brake aussprechen. Diese Woche ist euer Brief
mit den vielen lieben persönlichen Botschaften angekommen. Es war so unerwartet und sowas liebe ich.
Ich saß in meinem Zimmer – wir schlafen übrigens zu viert in einem Zimmer von Braker-Göße und ich
auf einer Matratze. Ich sage nie wieder was gegen die Zimmergröße in Brake 
Auf jeden Fall saß ich da nichts ahnend, erschöpft von der Arbeit als mir ein Brief gereicht wurde.
Allein schon an der Handschrift konnte ich entziffern wer das war. Als ich den Brief öffnete und gelesen
habe, kamen mir die Tränen und ich musste anfangen zu weinen, weil ich einfach so überrascht, glüclich
und überwältigt war. Danke für diese ganz liebe Freude, die so wertvoll ist, wenn man weit weg ist.
So, und nun erzähle ich euch, wie es mir geht.
Der Einstieg ist mir nicht so leicht gefallen,das habe ich mir leichter vorgestellt. Aber nun geht es mir
ganz gut. Ich habe das Gefühl, dass ich nun sogar noch besser drin bin. Ich liebe es hier und bin total gerne
hier und arbeite mit diesen Menschen zusammen.
Die ersten zwei Wochen habe ich auf dem Land verbracht. Dort war es total schön. Ich habe auch nur einmal eine
gitftige Spinne gesehen, die sah vielleicht ecklig aus, das kann ich euch sagen. Aber ansonsten war nichts weiter
dolle eckliges bei außer Karakalaken, an die ich mich schon gewöhnt habe und ein glitschiger Wurm war mal bei uns im
Zimmer morgens.
Die Zeit auf der Fazenda war schön, dort läuft das Leben viel ruhiger ab als in der Stadt. Ich hatte viel Zeit für mich
und zum Beten und Bibellesen. Und auch viel Zeit um die Ereignisse der letzten Wochen zu verarbeiten.
Es war eine sehr gute Zeit dort und ich konnte auch wieder gut in die Arbeit einsteigen. Ich war schon traurig als ich
dort weg musste, waren ja aufgrund meines Deutschlandaufenthaltes nur zwei Wochen. Auf die Farm können Leute kommen, die weg
von den Drogen, von der Straße, etc. wollen. Was die meisten Menschen hier schon alles durch gemacht haben, ist schon
echt heftig und hätte ich vieles nicht mit meinen eigenen Ohren gehört, hätte ich es wohl nicht geglaubt.
Nach diesen zwei Wochen bin ich dann erst einmal nach Rio gefahren.
Ist ja nicht so als bräuchte ich Urlaub, aber Rio
wollte ich schon einmal gesehen haben. Ich fand es echt schön dort. Aber schaut euch lieber die Bilder an, die sagen
mehr als viele Worte.
Und nun bin ich wieder in der Stadt und habe schon fast eine Woche hinter mir. Die Zeit vergeht so schnell, denn heute (Freitag)
genau in drei Wochen bin ich schon zu Hause. Noch zwei Wochen bin ich in der Stadt und dann ist das Praktikum auch schon
vorbei, dann steht noch eine Woche Urlaub an und dann fliege ich zurück.
Mir macht die Arbeit echt total Spass und ich habe viel Spass hier. Danke für alle Gebete, die für mich zu unserem Vater
emporsteigen. Ich bin echt dankbar dafür.
Bis bald an alle, wenn wir uns in Deutschland wieder sehen.
By Julia Ott
Hallo ihr lieben. Ich melde mich mal wieder. Ich habe vor so einmal die Woche einige Infos weiter zu geben. Verzeiht mir aber,
wenn ich es nicht immer schaffe. Denn hier in der Stadt ist das noch relativ einfach,wenn ich aber in einigen Wochen aufs
Land komme, dann ist das schon schwieriger und dann kann ich nicht versprechen regelmäßig zu schreiben.
Danke, dass ihr das versteht.
Es ist kaum zu glauben, aber ab heute beginnt die 3.Woche für mich hier in Brasilien. Die Zeit hier geht echt so schnell
vorbei, weil der Tag hier so voll ist. Generell ist es so, dass es morgens so um 8.30 Uhr Frühstück gibt, danach wird dann
das Haus geputzt. Brasilianer sind da echt sehr ordentlich und putzen oft, aber das muss auch sein, denn es wird schon
schnell dreckig hier. Nach dem Putzen haben wir dann freie Zeit bis zum Mittag, dass sind so um die 2 Stunden etwa.
Um eins geht es dann schon los in die Stadt, in die CENA. Dort beginnt die Arbeit dann um zwei Uhr, jeden Tag ist anderes
Programm. Dort sind wir dann so bis um sieben Uhr und nachdem man dann noch etwa eine Stunde braucht bis man zu Hause ist,
sind wir so gegen acht, halb neun zu Hause. Aber viel geht dann nicht mehr, denn meist falle ich müde ins Bett.
So sieht hier die Woche dann für mich aus.
Mir geht es hier ganz gut, ich fühle mich wohl und bin dankbar für all die Gebete, die für mich gesprochen werden.
Vielen Dank.
So langsam komme ich in die Arbeit rein und lerne die Menschen immer mehr kennen. Und mit den Menschen auch die Geschichte,
die sich dahinter verbirgt. Und ich muss ehrlich sagen, dass es nicht immer ganz leicht ist, dies zu verarbeiten.
Manche Erlebnisse und Geschichte nehmen mich mit und ich muss über dies ein oder andere schon länger nachdenken als normal.
Aber das alles macht mich auch dankbarer für mein Leben und das ich all das, was viele Menschen hier erleben, nicht
erleben musste. Danke Gott, kann ich da nur sagen.
So, nun aber mal ein kleiner Einblick in meine letzte Woche (so fern ich mich kurz halten kann
)
Montag
Montags wird in der CENA die Obdachlosenspeisung vorbereitet. Das Essen wird gekocht, Seife wird vorbereitet und in
der Halle werden die Stühle gestellt. Ich habe mitgeholfen die Kleiderspneden zu sortieren. Manches mal ist es echt
interessant, was die Leute alles spenden.
Dienstag
Und am Dienstag kommen dann die Obdachlosen in die CENA. Alles, was am Montag vorbereitet wird, kommt nun zum Tragen. Nach
der Anmeldung versammeln sich alle in der Sporthalle, dort gibt es dann eine Andacht und etwas zu essen. Nach dem haben alle
die Möglichkeit sich zu duschen und saubere Kleidung zu erhalten.
Es war diesmal das zweite Mal, dass ich dabei sein durfte und irgendwie war es diesmal anders. Als ich die Leute so
beobachtet habe, wurde ich traurig über deren Zustand, aber auch irgendwie dankbar für mein Leben und das ich ein Zuhause
haben darf. Das mich dieses Gefühl diese Woche noch häufiger überkommen würde, habe ich an dem Tag noch nicht geahnt.
Ich habe mitgeholfen das Essen, das portionsweise feritg gemacht wird, an die Menschen zu verteilen. Wenn man dann mit dem
Tablett mit Essen in die Halle kommt, dann rufen die meisten schon und wollen, dass man ihnen das Essen bringt.
Dieses Mal konnte man sich auch die Haare schneiden lassen, was auf dem Foto zu sehen ist.
Es ist auch so schön zu sehen, wie einige so froh über die Hilfe sind und sich bedanken bevor sie gehen. Aber leider gehen
sie wieder auf die Straße, wenn sie gehen. Ein ganz trauriges Bild ist das, vor allem, wenn man die vielen Menschen auf den
Straßen sieht, die einfach so auf dem Weg liegen und schlafen.
Mittwoch
Heute habe ich zum ersten Mal Wäsche hier in Brasilien gewaschen. Und da hier mit kaltem Wasser gewaschen wird, haben wir
(mit wir meine ich die anderen Freiwilligen und ich) einige Wäsche vorgewaschen mit der Hand.
Als dann die Maschine feritg war, wir alles aufgehängt haben und froh waren nun den restlichen Vormittag zu genießen,
merkten wir, dass wir etwas ganz wichtiges vergessen haben, denn wir hatten kein Waschpulver in die Maschine getan.
Naja, dann haben wir eben etwas gespart, dachten wir und amüsierten uns prächtig über unseren kleinen Fehler 
Ich finde es jetzt sogar noch lustig, wenn ich darüber nachdenke.
Am Nachmittag waren wir dann mal nicht in der CENA, sondern haben einem Missionsehepaar beim Umzug geholfen. Die beiden sind
nun hier in Sao Paulo um die Sprache zu lernen, damit sie danach in Brasilien als Missionare tätig sein können. Die beiden
haben mich echt beeindruckt. Als ich sie fragte, wie lange sie bleiben wollen, antworteten sie, dass sie eigentlich für
immer gekommen sind. Das beeindruckende dabei ist, dass sie nicht die aller jüngsten sind. Es war total toll und hat echt
Freude gemacht. Nach der Arbeit, waren wir dann noch gemeinsam was essen (Foto).
Ach ja, und was macht man, wenn es keine Margarine mehr gibt? Dann isst man zum Frühstück eben nur trockene Brötchen. Man
nimmt das Leben und den Tag eben so wie es kommt. Wie schnell hätte man sich in Deutschland drüber beschwert. Aber ich
kann euch sagen, mit einem dankbaren Herzen schmecken auch trockene Brötchen.
Donnerstag
Vormittags waren wir shoppen. Zählt ja normal nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen,aber einmal muss man, ne
kleiner
Scherz. Wir waren schon einige Male in der Stadt und trotzdem noch nicht überall. Hier sei auch noch gesagt, dass ich mir
rosa Havaianas (Flip Fliops) gekauft habe 
Bevor wir jedoch in die Stadt gingen, haben wir uns die Kathedrale in Sao Paulo angeschaut (Fotos).
Nach dem Einkauf hat man ja auch Hunger und so suchten wir uns etwas nettes, wo man gut und günstig essen kann. Interessant,
wie Angestellte der verschiedenen Imbisse uns versuchten in ihr Geschäft zu locken, man wird fast genötigt rein zu gehen.
Auf jeden Fall haben wir dann was gefunden und uns für die Arbeit gestärkt.
Zu der Arbeit der CENA gehört es auch Transvestiten zu besuchen. Dort bin ich heute mal mit gegangen, was auch eine sehr
interessante Erfahrung für mich war. Denn auch bei diesem Einsatz konnte ich Gott nicht oft genug dafür danken, dass ich in
guten Verhältnissen aufgewachsen bin.
Nach diesem Einsatz war ich dann noch in der CENA, wo heute die Kinder aus der Nachbarschaft waren, für die ein Programm
geboten wird. Kinder aus kaputten Verhältnissen, die in solchen Häusern wohnen, in denen ich am frühen Nachmittag war.
Und auch da durfte ich einfach wieder Danbarkeit üben. Dankbarkeit für mein Zuhause und das ich gut und behütet aufegwachsen
bin.
Das das so eine Woche, eine Woche der Dankbarkeit werden würde, habe ich nicht geahnt. Aber ich glaube, dass das ein gutes
Motto für meine Woche hier ist.
Freitag
Freitags war dann wieder der Mitarbeitergottesdienst in der CENA. Heute habe ich gelernt, wie man brasilianischen Kaffee kocht,
mit 5 Löffeln Kaffepulver und 8 Löffel Zucker pro Kanne. Ich müsste eigentlich ein Loblied auf eine Kaffeemaschine singen, wir
haben nämlich ohne Maschine Kaffee gemacht.
Es gibt zwei Dinge, die ich hier vermisse und zwar eine gute Tasse Kaffee (hierbei ein Dank an Andi und die vielen Kaffees,die
wir auf dem Flur getrunken haben) und einen Riegel Mars. Ich habe die Süßigkeiten Läden abgesucht nach Mars, aber es gibt
keine. Es gibt TWix und viele andere deutsche Schokolade, aber kein Mars. Das sind die Dinge, die ich als allererstes in
Deutschland zur Hand nehme, eine Tasse Kaffe mit einem Riegel Mars (p.s. vielleicht denkt mein “Abholdienst” ja daran, wenn
wir wieder in Deutschland landen
)
Samstag
Oh ja, am Samstag wird immer ganz groß geputzt. Solch einen Hausputz habe ich in Deutschland nur beim Grundputz in der
Bibelschule vor den Freizeiten mitgemacht. Und hier machen wir das einmal die Woche. Es wird wirklich alles geputzt, so dass
kein Körnchen Staub mehr auf dem Fußboden liegt.
Danach sind wir in Santo Andre in die Stadt gegangen, das ist der Teil von Sao Paulo wo ich wohne. Wir waren in einem Park,
der echt wunderschön ist. Da gibt es unter anderem einen riesigen Baum (siehe Foto) und andere tolle Sachen, das ist ein
echt schöner Park. Und wir waren in einem Shopping-Center, das riesen groß ist und im Verhältnis zu anderen Geschäften in der
Stadt, teuer. Wenn man da drin ist, denkt man überhaupt nicht, dass man in Südamerika ist. Ganz lustig ist, dass es
dort ein deutsches Restaurant gibt, wo man Kassler, Kartoffeln mit Bockwurst und Krautsalat essen kann und noch vieles mehr.
Das war echt lustig, denn auch das Innenleben war so ein bisschen im deutschen Stil 
Außer etwas zu essen haben wir uns dann nicht gekauft. Dafür sind wir lieber nach draußen gegangen, auf einen Markt.
Am Abend waren wir dann auf einer Veranstaltung von einer Gemeinde, open Air (das heißt draußen unter freiem Himmel -
Erklärung für meine Mama). Mit einem anschließenden Konzert, das ich total toll fand (siehe Fotos).
Sonntag
Ja, und nun ist schon wieder Sonntag. Frühstück war um neun mit einer “kleinen” Andacht von fast einer Stunde, die der Leiters
des Hauses gehalten hat. Er hat uns alle neu dazu aufgefordert einen heiligen Lebensstil zu führen und uns ganz Gott hin zu geben. Das
war echt ermutigend und herausfordernd. Und wenn ich diese Zeilen hier fertig geschrieben habe, dann dauert es nicht mehr
lange und wir gehen zum Gottesdienst. Lustig, wenn wir zum Gottesdienst gehen, dann geht ihr in Deutschland schon schlafen
oder schlaft schon
Das war meine zweite Woche in Brasilien. Ich konnte mich leider doch nicht so kurz halten
Aber ich hätte noch viel mehr
zu erzählen, denn all das, was man jeden Tag an Eindrücken mitbekommt ist echt eine Menge und manchmal kann sogar
ich nicht alles in Worte fassen.
Gebet
Wenn du mich im Gebet unterstützen möchtest, dann kannst du für genau das beten, dass ich die Eindrücke verarbeiten kann.
Und das Gott mein Herz verändert, vor allem in der Hinsicht, dass ich dankbarer werde für all das was ich haben darf.
Du kannst auch gerne weiterhin dafür beten, dass ich die Sprache lerne. Ich merke, dass ich da immer mehr und mehr rein
komme, dadurch das ich jeden Tag damit in Kontakt bin. Es wäre aber schön, wenn ich noch mehr verstehen könnte, um auch
Gespräche führen zu können. Aber auch wenn ich die Sprache noch nicht so kann, weiß ich, dass ich hier richtig bin
und das Gott mich auch so gebrauchen kann. Denn man kann Gott unabhängig von Sprache dienen.
By Julia Ott
Hier sind so ein paar kleine Einblicke in mein Leben in Sao Paulo.

auf dem ersten Bild sieht man den Blick aus dem Fenster von meinem Sitzplatz im Flugzeug. Ich hätte auch gerne ein Foto von den tollen Dingen über den Wolken gezeigt, aber leider habe ich keins hinbekommen,dass nur annähernd das zeigt, was ich sehen durfte.
Auf dem Flughafen in Sao Paulo haben wir dann auf unseren Abholdienst gewartet. Die Straßen sind dort so überfüllt, dass kann man mit keiner Stadt in Deutschlan vergleichen. Und die fahren da auch ganz anders. Der Roller hupt dann einmal und
fährt zwischen den Autos dich gedrängt einfach vorbei. Auch sollte man nicht einfach so über eine grüne Ampel oder einen Fußgängerüberweg gehen. Denn angehalten wird nicht und wenn was passier, dann ist der Fußgänger schuld.

Auch die krassen Gegensätze sind schon im ersten Anblick zu sehen.
Hier sieht man Sao Paulo, aber wirklich nur ein winzig kleiner Teil.
Als wir mit dem Flugzeug rüber geflogen sind, dann schien es so als hätte die Stadt kein Ende und das von der Höhe.
Es ist auch immer laut, man merkt einfach, dass man in einer Großstadt ist mit 22 Mio Menschen. Aber trotz der Größe und der Gefahr, die ja auch da ist, habe ich keine Angst, weil ich weiß, dass Gott viel größer ist als die Stadt und alle Menschen zusammen.
Und das ist Sao Paulo bei Nacht. Wahnsinn. Ich liebe die Lichter. Aufgrund der Umweltverschmutzung verfärbt sich der Himmel abends manchmal rosa. Ich bin im richtigen Land